Die Geschichte meines Extremübergewichtes
Weiteren Kreisen der Öffentlichkeit wurde ich bekannt, als ih 1999 mein erstes Buch "Wie ich ohne Diät mein Gewicht halbiert habe" veröffentlicht hatte.
Mittlerweile sind Diäten zu Recht in Verruf geraten, aber vielleicht war ich einer der Ersten, der sinnvolle und vor allem praktikable Alternativen erfolgreich in die Realität umgesetzt hat.
...aber vielleicht schauen Sie sich erst einmal einfach an, was sich so alles zugetragen hat:

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Schon vor meiner Geburt am 26. 6. 1955 fielen meiner Mutter und ihrem Hausarzt meine äußerst kräftigen Beine auf. Doch die Vorraussage des Doktors, ich würde einmal Fußballspieler, bewahrheitete sich nicht.

Linkes Foto von 1956, rechtes Foto von 1957

 

 

 

Ich entwickelte mich zunächst ganz normal.

Auf diesen Bildern von ca. 1960 ist mein athletischer körperbau aber schon deutlich zu erkennen.

Diese Fotos stammen aus der Zeit von 1966 bis 1968, vom 10. bis zum 13. Lebensjahr

Langsam aber sicher entwickelte sich mein Körpergewicht zu einem deutlich sicht- und fühlbaren Problem. Im Alter von 14 Jahren brachte ich schon 124 kg auf die Waage.
Noch litt ich nicht darunter, im Laufe der Zeit hatte ich mich an das Übergewicht gewöhnt und dachte noch nicht daran abzunehmen.
Bilder aus den frühen 70ger Jahren, ich war zwischen 15 und 17 Jahre alt.

 

 

Doch ab 1972 begann mein Umdenken, denn das Übergewicht wurde für mich ein schwerwiegendes emotionales Problem. Ich fühlte mich auf einmal nicht mehr wohl in meinem Körper.

Gesundheitliche Probleme hatte ich jedoch nie.



Bilder von 1972 und 1974, ich war 17 bzw. 19 Jahre alt

NUN WOLLTE ICH ABNEHMEN - MIT ALLER GEWALT, SO VIEL UND SCHNELL WIE MÖGLICH!

DOCH DIE FOLGEN SOLLTEN VERHEEREND SEIN!

Zwischen 1972 und 1985 machte ich dann ca. 150 bis 170 verschiedene herkömmliche Diäten, die alle fehl schlugen. Durch den bekannte Jojo - Effekt war mein Gewicht bis 1978 auf gut 180 kg gestiegen, während ich 1975 "nur" 150 kg auf die Waage brachte.
1977 (zweites Foto) besaß ich keine Kleidung mehr, die mir paßte. Ich zog mich weitgehend von dem gesellschaftlichen Leben zurück, entwickelte eine starke Menschenscheu und war sehr unglücklich. Mein einziger Trost waren Berge von Süßigkeiten...

Dieses berühmte Foto von 1984 sollte 15 Jahre später in einer Auflage von 1,2 Millionen Exemplaren in der BILD - Zeitung erscheinen.

Doch so lustig, wie es aussah, war die Lage natürlich nicht. Ich war oft verzweifelt und sah in meinem Leben keinerlei Perspektiven mehr. Ich machte jetzt keine neuen Diäten mehr. Niemand konnte mir helfen. Erst mal tat ich jahrelang gar nichts.

Links:
Großmutter Auguste 41 kg, rechts ich 198 kg

In den Jahren bis 1987, also bis zu meinem 32. Lebensjahr, stieg dann mein Gewicht auch nur noch unwesentlich. Auf den obigen Bildern sehen Sie mich mit meinem Höchstgewicht von Mitte 1987 mit 206 kg.
Meine Körpergröße beträgt 1,87 m. In der Taillie erreichte ich mit 1,72 m fast ebenso viel. Der Gürtel, den ich auf dem linken Bild in den Händen halte, maß 135 cm
Nun, kann man in solch einer Lage noch Hoffnung schöpfen? Ich wollte wirklich immer abnehmen, aber ich hatte nie den richtigen Weg gefunden.
Sicher, andere Menschen hatten so etwas schon geschafft - ich hatte lange Zeitungsberichte gesammelt. Menschen ließen sich den Magen verkleinern, machte monatelange Extremdiäten, und eine Frau aus England bekam sogar ihren Mund zugegipst, damit sie sich nur noch von Flüssigkeit ernähren konnte. Solche Torturen wollte ich nicht mitmachen.

Nun ging ich aber von einer einfachen Überlegung aus: Ich hatte ja bereits seit 1978 Buch geführt über meine Ernährungsgewohnheiten, und ich wußte, daß ich seitdem etwa 6.000 kcal pro Tag zu mir genommen hatte. Dabei hatte ich aber nicht wesentlich zugenommen, was bedeutet, daß mein Körper auch einen sehr hohen Energiebedarf hat. Das bedeutete, ich müsse also auch schon dann abnehmen, wenn ich mich wie "normale Leute" ernähre. ...und am 1. 7. 1987 sollte es losgehen!

 



VOM 32. BIS ZUM 35. LEBENSJAHR:
DIE GRANDIOSE GEWICHTSABNAHME

Die schrecklichen Bilder meines Extremübergewichtes waren noch immer wach, doch der Erfolg stellte sich ein, nach einem Jahr konnte ich schon "normale Konfektionskleidung" tragen.
Ich fühlte mich körperlich recht gut, das Abnehmen belastete mich nicht körperlich, und ich fühlte mich emotional recht ausgezeichnet.
Doch ich wollte noch mehr erreichen..

Bilder von 1989 - mein Gewicht näherte sich langsam der 100 kg Grenze

Ein alter Traum wurde wahr: Ich sah endlich wirklich gut aus!

Leider hatte die Sache aber einen Haken...

...denn durch die enorme Gewichtsabnahme war mein Körper eingefallen wie ein Luftballon, dem die Luft ausgelassen wurde.
Die Haut hatte sich nicht genügend zurückbilden können, meine Taillienweite war jetzt gut 70 cm geringer als vorher!
Überall, an Armen, Beinen und vor allem Bauch, hatten sich riesige Hautsäcke gebildet, die natürlich gierig darauf warteten, sich wieder mit Fett auffüllen zu können.
Ich hatte den Fehler gemacht, auf Sport zu verzichten. Nun trainiere ich seit 1998 Hardcore - Bodybuilding, um die Haut an Armen, Beinen und Rücken mit Muskelmasse "aufzufüllen". Doch den riesigen Hautsack am Bauch muß ich ca. Mitte 2003 operativ entfernen lassen. Da gibt es keine andere Lösung mehr... Ich werde über diese Operation berichten.

UNBEKLEIDETE AUFNAHMEN VON MIR VON MITTE 1990 MIT 96 KG KÖRPERGEWICHT. HATTE ICH DAMALS VIELLEICHT SCHON UNTERGEWICHT?

 

Eine neue Vergleichsaufnahme von mir mit Großmutter Auguste (links) und Mutter Ilse (rechts) im Bild von 1991.

Nun, ich habe eben keinen zierlichen Körperbau, und das für einen Mann aber auch gut so. Ich hätte allerdings "Nägel mit Köpfen machen müssen" und den Hautsack am Bauch entfernen lassen müssen, doch ich hatte wohl zu viel Angst vor dem Eingriff. Außerdem hatte ich schon zu viele schlechte Erfahrungen mit Ärzten gemacht, die mir immer wieder zu absolut sinnlosen Diäten geraten hatten.

 

Früher, als ich noch unter dem Extremübergewicht litt, hatte ich mir das Leben nach einer Gewichtsabnahme sehr viel einfacher vorgestellt. Doch jetzt traten noch andere Probleme auf. Ich hatte auf Grund meines Übergewichtes keine normale Berufsausbildung machen können und mußte mein Universitätsstudium aufgeben. Wenn man älter als 35 Jahre ist, wird es sehr schwer einen beruflichen Ersteinstieg zu finden. Das glücklose Hin und Her in den unterschiedlichsten Branchen sowie der Tod von Großmutter und Mutter im Jahre 1993 belasteten mich sehr. Das wirkte sich auch auf meinen Appetit wieder aus...

 

 

Ich denke, es ist ein Gebot der Ehrlichkeit, daß ich Ihnen auch solche Bilder nicht vorenthalte.

Es gab also in den folgenden Jahren immer wieder neue Krisen, "technisch" bedingt durch den verbliebenen Hautsack und emotional bedingt durch meine unsichere berufliche und wirtschaftliche Lebenssituation.

DRINGENDER RAT:
Sorgen Sie für günstige Rahmenbedingungen! Streß und Ärger sind oft auch "nur" hausgemacht und vermeidbar!

...und treiben Sie Sport!

ABER KRISEN SIND DAZU DA, UM ÜBERWUNDEN ZU WERDEN!

Ich machte nicht wieder den alten Fehler, in Panik zu geraten, denn ich wußte ja, daß mein Methode funktioniert.

Ruhe war also die erste Bürgerpflicht, und dazu mußte ich die Ernährung mit Konsequenz, sagen wir von mir aus auch aus "Sturheit" wieder normalisieren.

Ein zweistelliges Gewicht erreichte ich dann zwar nicht mehr, aber das ist bei meinem kräftigen Körperbau auch gar nicht nötig.

Fotos von 1994, 1996 und ein 10 Jahre älteres Vergleichsfoto auf dem ich dasselbe rote Hemd trage. Der Unterschied ist wohl frappierend!

DIE ENDLÖSUNG IST IN SICHT!

Bilder von 1996 und 1998, ich war 41 bzw. 43 Jahre alt

Nun, mein altes Vorhaben, ein möglichst geringes Gewicht erreichen zu wollen, gab ich also auf.

Ich entschloß mich, meinen Körper vollständig umzubauen, Leistungsport zu treiben.

Nur so könnte ich sicher sein, nie wieder im Leben Probleme mit Übergewicht zu bekommen.

Mir war von Anfang an klar, daß dafür ein jahrelanges hartes Training erforderlich wäre...

Ende Agust 1998 ging es endlich los. Ich begann mein Training in einem Bochumer Fitnesstudio.
Der Anfang war schwer, mein Oberkörper war über Jahrzehnte hinweg untrainiert, aber der Erfolg stellte sich doch ein.
Schon 8 1/2 Monate später mußte ich das Fitnesstudio wieder verlassen, die Chefin meinte, ich brauchte eine richtige "Muckibude".

Rasch wurde der Sport zu meinem Lebensinhalt.

Schade, daß ich nicht 25 Jahre früher begonnen hatte, meine mächtigen Beine, die breiten Schultern und die gute Durchschnittsgröße von 187 cm hätten mir sonst vielleicht eine Karriere im Profibodybuilding ermöglicht...

Bild: Aufwärmübung mit 300 kg - Übergewicht trainiert die Beine
Meine Maße: 75 cm Oberschenkelweite (so viel haben andere Leute in der Taille), 44 cm Waden, fast alles reine Muskelmasse

Heute begeistert mich das Training immer so wie am ersten Tag. Es ist ein körperliches und emotionales Grundbedürfnis geworden, so wie Essen und trinken. Es bleibt aber immer noch viel zu tun. Mein Körperfettanteil betrug Mitte 2002 immerhin noch 30 %. Das ist aber noch viel zu viel.

 

 

 

 

 

Bilder von Anfang 2002, ich bin 46 Jahre alt

Bilder wie dieses aus dem Jahre 1978 gehören aber endgültig zur Geschichte meines Lebens.
Stundenlang gemütlich vor dem Fernseher zu sitzen, kommt bei mir nicht mehr vor.

Ich müßte sterben, wenn ich heute so leben müßte wie damals.

Ich habe sehr viel dazugelernt, nur leider hat alles so lange gedauert.
 

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INHALT:
Ich beschäftige mich schwerpunktmäßig mit den emotionalen Problemen des Übergewichtes: Beschreibung der Methode - Positive Lebensgestaltung - Motivationsaufbau - Ernährung nur als Nebenthema - Sport - Auseinandersetzung mit anderen Methoden - ein großes Kapitel über Übergewicht von Kindern - der Umgang mit Psychologen - Autobiographie - verschiedene Tabellen.

Paperback, 218 Seiten, mit zahlreichen s/w Abbildungen

Lieferung im Bundesgebiet gegen Rechnung zum Preis von 10 €, Besteller/innen außerhalb des Bundesgebietes senden mir bitte eine 10 € Banknote im Briefumschlag zwecks Vermeidung hoher Bankgebühren. Verlag Joachim Koßmann, Vinckestr. 49, D 44623 Herne

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