Der Sozialismus - ein histirischer Irrtum?

Wacht auf, Verdammte dieser Erde,
Die stets man noch zum Hunger zwingt!
Das Recht wie Glut im Kraterherde
Nun mit Macht zum Durchbruch dringt.
Reinen Tisch macht mit den Bedränger!
Heer der Sklaven, wache auf!
Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger,
Alles zu werden, strömt zu hauf!

VÖLKER HÖRT DIE SIGNALE!
AUF ZUM LETZTEN GEFECHT!
DIE INTERNATIONALE ERKÄMPFT DAS MENSCHENRECHT!

Es rettet uns kein höh´res Wesen,
Kein Gott, kein Kaiser, noch Tribun.
Uns aus dem Unrecht zu erlösen,
Können wir nur selber tun!
Leeres Wort: der Armen Rechte!
Leeres Wort: der Reichen Pflicht!
Unmündigt man uns und Knechte,
Dann trägt die Schmach nun länger nicht!

VÖLKER HÖRT DIE SIGNALE!
AUF ZUM LETZTEN GEFECHT!
DIE INTERNATIONALE ERKÄMPFT DAS MENSCHENRECHT!

Wir sind die stärkste der Partei´n.
Die Müssiggänger schiebt beiseite!
Diese Welt muß unser sein,
Unser Blut sei nicht mehr Raben
Und der mächt´gen Geier Fraß!
Erst wenn wir sie vertrieben haben,
Dann scheint die Sonn´ ohn´ Unterlaß!

VÖLKER HÖRT DIE SIGNALE!
AUF ZUM LETZTEN GEFECHT!
DIE INTERNATIONALE ERKÄMPFT DAS MENSCHENRECHT!

 












Ich war überrascht, als ich den Text der INTERNATIONALEN, dem klassischen kommunistischen Kampflied, zum ersten mal in die Hände bekam.

Es geht gegen Unterdrückung und Ausbeutung, gegen weltliche Kaiser und kirchliche Tyrannen, für Völkerverständigung und die Abkehr vom alten Nationalstaatsgedanken und damit für Frieden und Freundschaft, für das Selbstwertgefühl und das Selbstbewußtsein der Menschen, für Gerechtigkeit und Freiheit in der Welt.

Mit dem liberalen Inhalt dieses Textes kann man sich bestimmt voll und ganz identifizieren.

Doch was ist in der Realität daraus geworden?

Wir haben heute den großen Vorteil, den Sozialismus aus einer gewissen historischen Distanz betrachten zu können. Zu Zeiten des kalten Krieges waren die Diskussionen emotional und aufgeheizt.

Das verbrecherische Zarenregime wurde in Rußland durch einen kaum weniger schlimmen sozialisitischen Staat ersetzt. Natürlich ist es auch zweifelhaft, ob man das Zarenreich gewaltfrei hätte beseitigen können. Als einziges sozialistisches Land stand die Sowjetunion mit dem Rücken an der Wand gegen den Rest der Welt. Doch zahlte die Sowjetunion einen hohen Preis für die Revolution, denn in ihren Konzentrationslagern starben unter grausamsten Bedingungen doppelt so viele Menschen wie in denen der Nazis.

Nach dem Kriege, der die Sowjetunion als Weltmacht etablierte, konnten sich Reformen unter dem westlichen Druck im kalten Kriege kaum durchsetzen. Gescheitert ist jedoch das sozialisitische System an der verfehlten Wirtschaftspolitik. Leistung muß sich lohnen, die Menschen müssen motiviert sein eigenverantwortlich zu schaffen. Dirigismus zerstört die Motivation, Wettbewerb schafft bessere Arbeitsqualität. Der Sozialstaat muß finanzierbar bleiben.

Est ist eigentlich erstaunlich, daß die sozialistischen Staaten gegen Einde der 80ger Jahre sich selbst dem Sozialismus entsagt haben. Der wirtschaftlich stärkere Westen hat wohl zu viel Druck ausgeübt, und somit interne Reformen des östlichen Systems zu verhindern.

Gescheitert ist aber auch der westliche liberale Sozialismus am Beispiel Schwedens. Hier hat ein reiches Land die sozialstaatlichen Leistungen maßlos übertrieben. Zu hohe Steuern vertrieben die Reichen aus dem Land.

Die positiven Elemente des sozialistischen Gedankengutes, siehe den Liedertext, konnten sich jedoch im westlichen Liberalismus besser entwickeln, da der Sozialmus den Fehler machte, mit Zwang zu operieren. In einem Punkt gilt das jedoch leider nicht, denn in den Ländern Osteuropas gab es früher mehr Religionsfreiheit als im Westen. Das westliche System hat nun einmal nur die weltlichen Tyrannen beseitigen können, hingegen treiben die Kirchen auch weiterhin hier unbehelligt ihr Unwesen.

Homepage xxxxxxxxx Zurück zu "Politik!"