Joachim Koßmann: Meine Einstellung zum Geld


Als guter Europäer trauere ich unserer guten alten D - Mark nicht nach, aber in diesem Kapitel soll es mehr um substanzielle Fragen gehen.

Dazu möchte ich offen und ehrlich Stellung nehmen

Joachim Koßmann

Wer behauptet, daß Geld nicht wichtig sei, hat entweder mehrere Millionen auf seinem Konto, lebt als Robinson auf einer einsamen Insel oder ist ein großer Lügner.

Ich bin Journalist und Musiker. Da ich kein Vermögen besitze, muß ich wie die allermeisten anderen Menschen auch mit meiner Arbeit Geld verdienen. Kein Normalbürger kann umsonst arbeiten, was sogar der Staat übel nehmen würde, weil er verlangt, daß wir Geld verdienen, um Steuern zahlen zu können.

 


Früher habe ich alle möglichen Arbeiten gemacht: Immobilienvertrieb; Partnervermittlung; Vermittlungen von Versicherungen, Investmentfonds, Krediten; Strukturvertrieb. Ich plante die Eröffnung einer Gaststätte.

Doch all diese Unternehmungen sind kläglich gescheitert.
WARUM?

...weil ich nur an´s Geld gedacht habe! Ich habe gedacht, im mache diese Arbeit einige Jahre lang, verdiene damit mehrere 1000 DM monatlich, und dann hätte ich später alle Freiheiten. Pustekuchen!

...aber selbst, wenn ich tatsächlich so viel Geld verdient hätte, welchen Preis hätte ich dafür zahlen müssen? Eine Arbeit, die man nur wegen des Geldes macht, macht krank - vor allem einen intellektuell und künstlerisch veranlagten Menschen wie mich!

Mit einer Erbschaft finanzierte ich dann die Herausgabe meines ersten Buches im Selbstverlag.
Nun, der große wirtschaftliche Erfolg stellte sich nicht ein. Meine Methode des Gewichtabnehmens ohne Diät ist zwar anerkannt und sehr seriös, aber für die meisten Menschen zu anspruchsvoll, da sie lieber einfach nur eine Pille schlucken wollen, damit dann alle Probleme von selbst in Ordnung kommen.
Auch machte ich den Fehler, daß andere Menschen nicht von meinem Buch profitieren konnten. Man kann nichts alleine schaffen, man ist immer auf die Hilfe anderer angewiesen, die dann natürlich auch Geld verdienen müssen.

Aber ich habe gemerkt, daß ich nun auf dem richtigen Weg bin. Journalismus ist eine sehr verantwortungs- und anspruchsvolle Arbeit - eben eine Arbeit, die man nicht nur wegen des Geldes macht, eine Arbeit, nach der ich suchte.

 

Das Fernsehen und die Print Medien reagierten sehr interessiert auf meine Geschichte.

Nachdem ein großer Artikel über mich in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung in einer Auflage von 1,2 Millionen Exemplaren erschienen war, erhielt ich die ersten anonymen telefonischen Drohungen. Da ich jedoch sehr gut Stimmen wiedererkennen kann, weiß ich ganz genau, wer der Anrufer war (siehe Bild!).

...komisch, es war derselbe Mensch, der mir jahrelang mein berufliches Versagen vorgehalten hatte!

Auch mein Engagement für die internationale Freidenkerbewegung wird von einigen Mitmenschen damit abgetan, mir ginge es nicht um die Durchsetzung der Ideale der Religionsfreiheit, sondern doch nur um´s Geld, weil ich dafür werbe, daß Menschen, die durch ihre religiöse Kindererziehung geschädigt wurden, Anspruch auf materielle Entschädigung haben müssen.

Es geht also um´s Geld - ganz ehrlich! Doch der Kirche gehe es ja auch um´s Geld, weil sie sich nur dann um die Menschen kümmere, wenn sie austreten und nicht mehr zahlen, wie ein Leser treffend bemerkte. Geld ist nicht unmoralisch.

Ein betrunkener Autofahrer muß eine Geldstrafe zahlen - aber sicher nicht deshalb, um das Loch im Staatshaushalt zu stopfen. Geld hat einen hohen erzieherischen Wert! Unser Autofahrer wird in Zukunft seinen Wagen lieber stehen lassen, wenn er Alkohol getrunken hat. Das liegt mehr im Interesse der Allgemeinheit, als ein paar Euros Bußgeld für den Kinderschutzverein.

Ähnliches gilt die Kirche. Freiwillig wird sie nie die Religionsfreiheit respektieren, denn dafür hätte sie in den vergangenen 2000 Jahren genug Gelegenheit gehabt, ihren guten Willen unter Beweis zu stellen.

JEDER MUß FÜR DEN SCHADEN,
DEN ER ANGERICHTET HAT,
HAFTEN,
DAS IST NUR EIN GEBOT DER GERECHTIGKEIT!




Nun habe ich im Jahre 2002 eigentlich nur zufällig meine Neigung zur Musik entdeckt.

Nach meiner eigenen Einschätzung habe ich alle Vorraussetzungen, um Erfolg haben zu können.

...und obgleich ich noch meilenweit vom Erfolg entfernt bin, traten schon wieder die ersten Neider auf den Plan!
Eine langjährige private Freundschaft zerbrach. Einige
Personen - ich weiß genau welche! - veranstalten nun schon seit geraumer Zeit Rufmordkampagnen gegen mich in meinen
Internet - Gästebüchern.

Von einigen Zeitgenossen werde ich neuerdings auch angefeindet, weil ich mit Kurden zusammenarbeite, die dieses internationale Kulturzentrum in Herne errichten (im Foto sehen Sie noch die Baustelle).

Ausländer, die nur deshalb in unser Land kommen, um sich auf Kosten des deutschen Steuerzahlers auf die faule Haut zu legen, müssen verurteilt werden.

Aber Menschen, die etwas schaffen wollen zum eigenen Wohle, aber auch zum Nutzen anderer, werden gleichermaßen angefeindet - gleich, ob es nun Ausländer sind oder Deutsche. Nur weiter so! So richten wir unser Land zu Grunde!

ARMES DEUTSCHLAND!

 

Das Leben ist eben schwierig. Der Erfolglose wird verachtet, als Sozialschmarotzer diffamiert. Der Erfolgreiche wird im negativen Sinne beneidet und gehaßt. Ich sitze zwischen zwei Stühlen. Aber als Künstler steht man nun einmal im öffentlichen Leben und kann weder seinen Erfolg noch sein Versagen verbergen.

Es ist die Quadratur des Kreises, es seinen Mitmenschen recht zu machen. Also versuche ich das erst gar nicht, sondern bleibe so wie ich bin und arbeite weiter.

Ihr Joachim Koßmann

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