| Sport |
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Was hat man von einem sportlichen Körper, wenn man nichts daraus macht?
GAR NICHTS! |
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In der St. Marien
Volksschule, die ich besuchte, nahm der Sportunterricht keinen hohen
Stellenwert ein.
Der Lehrer kritisierte
sogar, daß ich einmal in der Woche vor dem Unterricht mit
meinem Vater zum Schwimmen fuhr. Der Lehrer meinte, ich solle mich
lieber um den Unterrichtsstoff kümmern.
...dabei war ich der
Klassenbeste!
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Im Jungengymnasium
bekamen wir alle einen Einheitsunterricht, auf die körperlichen
Unterschiede der Schüler wurde dabei keinerlei Rücksicht
genommen.
Leichtathletik ist
eben nicht das Richtige für mich. Ich hätte gezielt gefördert
werden müssen.
Der Sport brachte
nur Frust, und meine Eßstörung eskalierte weiter.
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Nach Beendigung
der Schulzeit war ich endlich den verhaßten Schulsport los. Doch ich
entdeckte meine Liebe zum Tennis. Ich kaufte mir einen Schläger und
trieb irgendwo ein paar alte Bälle auf. Mehrfach mietete ich dann mit
Freunden einen Platz im Revierpark in Gelsenkirchen und Herne und spielten
zwar nicht gut, aber mit großer Begeisterung. Doch beim Tennisspielen
ist man auf andere Menschen angewiesen, und das ist immer schlecht. Der
Winter kam, und alles geriet für immer in Vergessenheit. SCHADE! |
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Es folgten viele Jahre
körperlicher Inaktivität. Dieses Bild aus dem Jahre 1979,
ich war 24 Jahre alt, ist sympthomatisch für meinen damaligen
Lebensstil
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1981 verzogen meine
Mutter und ich in eine kleinere Eigentumswohnung. Die Enge ging
mir auf die Nerven, und ich begann hinauszugehen.
Meine ersten Spaziergänge
führten nur wenige hundert Meter weit in den nahegelegen Schloßpark.
Aber der Anfang war gemacht.
Dank meines kräftigen
Körperbaus hatte ich nie Probleme gehabt, mit meinem hohen
Gewicht fertig zu werden, vor allem die Beine waren schon sehr kräftig
trainiert.
...und so begann ich
die kleinen Spaziergänge langsam zu Wanderungen auszuweiten.
Als ich dann später mein Extremübergewicht los war, Sie
sehen ein Foto von 1990, schaffte ich schon problemlos Wanderungen
von 10 bis 15 km.
Zwischenzeitlich habe
ich das Wandern durch leichtes Joggen ersetzt - es geht nicht um
Schnelligkeit - , und heute schaffe ich auf diese Weise Strecken
von mehr als 20 km.
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Auf die Dauer reichte
es aber nicht.
Durch Zufall lernte ich in unserem Strukturvertrieb jemanden kennen,
der Bodybuilding betreibt, und war spontan fasziniert von diesem
Sport. Im September 1998 ging es dann los (Foto links), und seitdem
habe ich keinen einzigen Trainingstermin ausfallen lassen, obgleich
ich in den ersten Jahren sogar sechs mal in der Woche trainierte.
Mittlerweile habe
ich fast das halbe Ruhrgebiet abgeklappert, um ein für mich
geeignetes Studio zu finden.
Am liebsten würde ich mir endlich eigene Geräte kaufen, da sonst der Zeitaufwand für mein Training zu groß ist. |
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Mein
rechter Oberarm spannt nun schon auf 47 cm - bald paßt kein
normales Oberhemd mehr -, bei der Beinpresse begwege ich 300 kg bei
der Aufwärmübung.
Beim Bankdrücken schaffe ich zur Zeit Zehnerwiederholungen mit 45 kg Kurzhanteln.
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Doch alle Theorie ist grau.
Sport ist eine Einstellungssache, und wir Menschen denken nicht unbedingt
rational und nüchtern. Besuchen Sie doch einmal selbst ein Studio -
es muß nicht unbedingt Bodybuilding sein - und machen Sie eigene Erfahrungen.
Hören Sie auf Ihr Gefühl und nicht unbedingt auf Ihren Verstand.
Nehmen Sie einfach mal eine Hantel in die Hand und spüren Sie die Anspannung.
Wenn Sie erst einmal die Liebe zum Sport entdeckt haben, dann haben Sie
keinen inneren Schweinehund mehr, der die Tür zum Sportstudio bewacht. |
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